Leidenschaft

Leidenschaft tritt aus dem Dasein heraus,
sie ist der subjektiv konstruierte Ausdruck,
ein Ziel zu erreichen,
welches aus einem inneren Drang entstanden ist
und einen anhaltenden Antrieb darstellt.

Annäherungen:

Leidenschaften sind Bewegungen in uns,
und sie bewegen uns.

Sie ist nicht nur auf Augenblicke beschränkt,
sondern besteht aus der Bewegung zu einem Ziel.

Für die Umgebung,
ist die Leidenschaft erst erkennbar,
wenn sie in einer Tätigkeit ausgedrückt wird.

Ob dieses Ziel erreicht wird oder nicht,
ist für die Leidenschaft belanglos.

Der Weg selbst und sein direktes Umfeld,
ist die Leidenschaft eines Menschen,
die diesen bewegt.

Je größer die Möglichkeit des Scheiterns ist,
desto größer muss der Antrieb sein, ein Ziel zu erreichen.

Die Leidenschaft geht über die Vernunft hinaus
und kann alle Sinne eines Menschen beherrschen

„Es ist nichts Großes ohne Leidenschaft entstanden,
noch kann es ohne solch vollbracht werden.“ (Hegel)

Solange daraus keine Abhängigkeit (Krankheit) entsteht,
ist die Leidenschaft als etwas Positives zu werten

….

Keine Ferne macht dich schwierig
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.

Und solang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast

Auf der dunklen Erde.
Tut ein Schilf sich doch hervor

Welten zu versüßen!
Möge meinem Schreibe-Rohr
Liebliches entfließen!

Goethe, aus dem westöstlichen Divan
(Titel: selige Sehnsucht)

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